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Pittelkow Bauer - Online-Produktkonfiguratoren im B2C-Bereich

Erarbeitet von D. Pittelkow und M. Bauer >> Online-Produktkonfiguratoren im B2C-Bereich

Internetstrategien und -konzepte, Prof. Harald Eichsteller - Hochschule der Medien Stuttgart

Online-Produktkonfiguratoren im B2C-Bereich

Management Summary

Der Kunde ist König – immer noch. Doch konnte man früher den Markt noch über Produktqualität, Serviceleistungen und Preisgestaltung zufrieden stellen, wollen heute viele Kunden mehr: individuelle Produkte, die ganz auf ihre Bedürfnisse und Wünsche abgestimmt sind. In der Praxis setzt man dabei schon seit geraumer Zeit auf Online-Produktkonfiguratoren. Ob der bis auf die Ziernähte konfigurierbare Neuwagen, das ganz nach Geschmack zusammengestellte Müsli oder der personalisierte Converse-Turnschuh für den Junior – die Konsumgüterindustrie setzt diese Konfiguratoren in vielen Bereichen gleichermaßen als Verkaufs- und Marketinginstrument ein. 

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Bewertungsmatrix für Produktkonfiguratoren 

Um die qualitativen Unterschiede der zahlreichen Online-Produktkonfiguratoren herauszustellen, kann man sie auf verschiedene Kriterien hin untersuchen und bewerten. Eine mögliche Bewertungsmatrix für Konfiguratoren soll im Folgenden erläutert werden.

Bewertungsmatrix für Produktkonfiguratoren - Mass Customization

Die Matrix setzt sich aus sechs verschiedenen Bewertungskriterien zusammen, welche jeweils in drei Unterpunkte unterteilt sind. Für die positive Bewertung einer dieser Unterpunkte wird jeweils ein Punkt vergeben, so dass maximal drei Punkte pro Bewertungskriterium erreicht werden können. Die maximale Gesamtpunktzahl, die ein Produktkonfigurator bezüglich seiner Qualität somit erhalten kann, ist 18.

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Ergebnisse der Bewertungen 

Anhand vorhergehender Bewertungsmatrix wurden die Produktkonfiguratoren der Unternehmen „Converse“ und „Cereal Club“ sowie der Videokonfigurator des Fiat- Modells „Fiat 500“ untersucht und bewertet. Im Weiteren sollen die auffälligsten Ergebnisse aufgezeigt werden. 

Hinsichtlich der „Auffindbarkeit“ ist das Online-Angebot von Fiat, im Gegensatz zu den anderen beiden Konfiguratoren, eher enttäuschend. So gibt es nur einen einzigen Einstiegslink und dieser ist darüber hinaus auch nur durch mehrmaliges Herunterscrollen der Startseite zu finden. Bei „Umsetzung/Umfang“ fällt auf, dass alle drei Unternehmen viel Wert auf ein großes Produktspektrum legen. So werden dem Kunden viele Kombinationsmöglichkeiten und somit eine hohe Produktindividualität geboten. Das Kriterium „Usability“ wird von „Cereal Club“ und „Converse“ gut umgesetzt. Dort ist die Navigation leicht zu bedienen und der Konfigurator durch Erklärungen und Kommentare für jeden leicht verständlich. Außerdem ist die Produkt- und Preistransparenz für den Kunden jederzeit gegeben. Beim „Design“ erreichen alle drei Konfiguratoren die Höchstpunktzahl. So wird man bei keinem durch unnötige Animationen abgelenkt und kann bei allen die jeweilige CI wiedererkennen. Bezüglich des Kriteriums „Zielgruppenfit“ fällt einem besonders „Fiat 500“ positiv ins Auge. Hauptzielgruppe dieses Autos sind moderne junge Frauen mit viel Sinn für Ästhetik. Fiat legt daher bei dem Konfigurator seinen Fokus auf das visuelle Erscheinungsbild, welches passend zur Zielgruppe jung, modern und verspielt ist. Bestes Beispiel zum Thema „Individualität“ ist „Converse“. Nicht nur hat der Kunde durch die individuelle Konfiguration und somit Einzigartigkeit des Schuhs einen hohen Mehrwert, sondern es  entsteht während des Vorgangs auch eine hohe emotionale Bindung, so dass von Seiten des Kunden eine Must-Have-Einstellung entsteht. Des Weiteren sind der Konfigurator an sich und seine künstlerische/technische Umsetzung außerordentlich innovativ und in ihrer Art einzigartig.

 

Cereal Club Produktkonfigurator - Mass Customization


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